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Was ist ein diabetisches Fuß-Syndrom? Hilfreiche Tipps – sofort richtig behandeln!

Wie entsteht ein diabetisches Fuß-Syndrom: Diabetes schädigt die Nerven, dadurch wird das Schmerzempfinden vermindert und kleine Verletzungen am Fuß bleiben oft unbemerkt. In der Folge entstehen Infektionen, die sich zum Diabetischen Fuß-Syndrom entwickeln können.

Ursachen für ein diabetisches Fuß-Syndrom

Ein über Jahre erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt die Nerven und großen Blutgefäße. Das ist der Grund, warum aus einfachen Verletzungen langwierige Wunden entstehen können:

  • Wenn die Nerven an den Füßen beeinträchtigt sind, nehmen Betroffene Verletzungen, zu enge Schuhe, sowie Temperaturunterschiede nicht mehr so eindeutig wahr. Der Fuß wird an bestimmten Stellen übermäßig belastet, was Fehlstellungen oder kleine Verletzungen nach sich zieht.
  • Ein Nervenleiden kann außerdem die Fähigkeit zur Schweißbildung stören. Die Haut wird trocken und rissig, und bietet ideale Eintrittspforten für Bakterien und Keime, die Entzündungen hervorrufen.
  • Aufgrund von Durchblutungsstörungen ist die Abwehr sowieso geschwächt, Infektionen entwickeln sich schneller.

Symptome des diabetischen Fuß-Syndroms

Nervenschäden an Füßen machen sich bei Diabetikern mit folgenden Beschwerden bemerkbar:

  • Verminderte Schmerz- und Temperaturempfindlichkeit an den Füßen
  • Trockene Haut
  • Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit
  • Brennende oder stechende Schmerzen, besonders in der Nacht
  • Fußfehlstellungen durch reduzierte Berührungsempfindlickeit
  • Gerötete, geschwollene und überwärmte Stellen an den Füßen, die oft nicht schmerzen

Jedenfalls ist bei ersten Anzeichen für ein diabetisches Fuß-Syndrom ein Arzt zu Rate zu ziehen: Personen mit Diabetes sollen Beschwerden dieser Art sehr ernst nehmen und alle Veränderungen an ihren Füßen von einem Facharzt abklären lassen.

Achten Sie rechtzeitig auf Ihre Füße – Diabetisches Fuß-Syndrom vermeiden

Die Füße müssen regelmäßig gepflegt und täglich durch den Betroffenen oder eine Betreuungsperson kontrolliert werden. Folgende Ratschläge unterstützen Ihre Fußgesundheit:

  • Fußpflege bei einer qualifizierten Kosmetikerin – alle vier bis sechs Wochen
  • Kontrolle und Pflege der Füße, um die Haut elastisch zu halten
  • Barfuß gehen vermeiden
  • Spezielle orthopädische Schuhe verwenden
  • oder Spezialeinlagen kaufen

Vorbeugende Untersuchungen und Diagnose

Diabetiker sollen mindestens einmal jährlich ihre Füße bei einem Arzt kontrollieren lassen; wenn bereits Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen vorliegen, in kürzeren Abständen. Wie sieht eine Kontrolle aus und welche Untersuchungen werden vorgenommen:

  • Krankheitsgeschichte des Patienten wird aufgenommen
  • Untersuchung der Haut (trockene Stellen, verminderte oder fehlende Schweißbildung, Hornhaut-Druckstellen, Risse, Verletzungen, Infektionen)
  • Das Warm-Kalt-Empfinden wird mit bestimmten Verfahren überprüft.
  • Wenn sich bereits eine Wunden gebildet hat, beurteilt der Arzt deren Größe, Tiefe und ob Entzündungsanzeichen gegeben sind.
  • Zusätzliche Untersuchungen können bei Verdacht auf eine gestörte Durchblutung im Ermessen des Arztes durchgeführt werden.
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Prävention und Kontrolle sind bei Diabetiker sehr wichtig.

Behandlung eines diabetischen Fuß-Syndroms

Die Art der erforderlichen Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt, manchmal ist auch eine Kombination aus mehreren Methoden angebracht:

  • Entlastung der geschädigten Stellen: Schnelle Druckentlastung durch spezielle Schuhe, einen Rollstuhl oder Bettruhe.
  • Durchblutung wieder herstellen: Enge Gefäße erschweren die Abheilung von Wunden. Gefäße können von innen, über einen Katheter, oder einen Bypass-Eingriff am Bein erweitert werden. 
  • Akute Wunden: Die Sofort-Maßnahmen hängen von Ausmaß, Zustand und Ort der Wunde ab.
  • Infektionen: Die Empfehlung einer Antibiotika-Therapie hängt vom Schweregrad ab und soll vorab mit einem Wundabstrich abgeklärt werden.
  • Diabetes stabilisieren: Stabile Blutzuckerwerte erhöhen die Chancen, die Wundheilung voranzutreiben, und können Nervenschäden und Durchblutungsstörungen aufhalten. 
  • Operative Eingriffe: Wenn Fehlstellungen oder Entzündungen mit herkömmlichen Methoden nicht verbessert werden können, kann eine Operation nötig sein, die Missbildung zu beheben oder die Größe des infizierten Areals einzudämmen. Manchmal reicht eine Teilamputation aus, dabei wird nach Möglichkeit zum Beispiel nur ein Zeh abgenommen, in schweren Fällen muss der ganze Fuß amputiert werden. Solche Entscheidungen sollen gut abgeklärt, eventuell mit einer Zweitmeinung abgesichert werden.

Zusammenfassung: Was können Sie als Diabetiker/in vorbeugend tun?

Ernähren Sie sich bewusst und abwechslungsreich! Detaillierte Informationen erhalten Sie hier.

Untersuchen Sie Ihre Füße täglich: Benutzen Sie einen Spiegel, damit Sie alle Stellen kontrollieren können, bitten Sie einen Angehörigen oder Ihre Pflegekraft um Hilfe. Blasen, Druckstellen, Risse, Hühneraugen, Rötungen sind wichtige Warnhinweise. Rechtzeitig entdeckt, können Sie viel Leid verhindern.

Leben Sie fußgesund: Pflegen Sie Ihre Füße, verwenden Sie reichhaltige Cremen, um die Haut geschmeidig und widerstandsfähig zu halten, dadurch reduzieren Sie die Gefahr einer Verletzung. Achten Sie darauf, dass Sie die Füße nicht zu hoher Wärme aussetzen (Heizdecke, Kachelofen). Denn durch den Verlust der Temperaturempfindung können Sie sich leicht Verbrennungen zuziehen.

Tragen Sie die verordneten Schuhe oder Einlagen: Alle Schuhe sollten von einem orthopädischen Schuhmacher angefertigt sein, am besten Sie besitzen mehrere Paare, vor allem auch Hausschuhe, die die Füße entlasten. Wechseln Sie die Schuhe immer wieder. Spezielle Diabetiker-Socken entlasten.

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