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Erstaunliche Wundheilung – 3 Geheimnisse, wie man mit gezielter Ernährung die Wunde schneller heilt

Nährstoffe, Flüssigkeit und Energiezufuhr sind Themen, die bei der Wundheilung oft vergessen werden. Besonders bei chronischen Wunden spielt die Ernährung eine immense Rolle.

Faszinierend wie Nährstoffe bei der Wundheilung wirken

Wundheilung wird durch Mangelversorgung negativ beeinflusst: Bei der Regeneration geschädigten Gewebes steigt der Nährstoffbedarf des Körpers extrem an. Wenn der Körper gesund ist, und der Ernährungsplan alle Bausteine für einen optimalen Heilungsverlauf enthält, verläuft die Heilung normal. Die Nährstoffe sind aber bei länger bestehenden Wunden schnell aufgebraucht, der Bedarf an Proteinen steigt im Alter. 

Proteine sind unsere Ersatzteile, mit deren Hilfe der Körper Schäden und Wunden reparieren kann. Ein besonderes Protein, die Aminosäure L-Arginin, ist unerlässlich für die Bildung des gefäßaktivierenden Moleküls NO (Stickoxid),  das für die Weitung der Gefäße sorgt und somit die Kapillardurchblutung verbessert (gute Durchblutung fördert die Wundheilung). Außerdem reguliert L- Arginin den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck und fördert die Bildung von kollagenen Fasern. Um die Aufnahme zu verbessern, soll man es in Kombination mit anderen Aminosäuren, etwa mit L-Glutamin, zu sich nehmen. Ein erhöhter Bedarf an L-Glutamin ist besonders nach Operationen oder bei Verletzungen und Verbrennungen gegeben. 

Krankheit, Wunden und Stress bilden freie Radikale, die unsere Körperzellen angreifen. Antioxidantien, wie vor allem das Vitamin C, können diese unschädlich machen, und wirken entzündungshemmend. Vitamin C unterstützt ebenso die Ausbildung eines stabilen Bindegewebes. 

Die Vitamine A, B2 (Riboflavin), Biotin und Niacin brauchen wir für eine normale, funktionierende Haut. Mit Zink und Selen kann der Körper heilen, neues Zellgewebe bilden und Zellen stabilisieren (wichtig für Gewebsneubildung und Wundverschluss). 

Vitamin-D ist für dieDifferenzierung und Reifung von Abwehrzellen verantwortlich. Etwa ab 65 Jahren nimmt die Produktion von Vitamin D in der Haut ab. Dann sollte man es in Form eines hochwertigen Nahrungsergänzungsmittels zuführen. Neben der Immunität gibt es viele andere lebensnotwendige Funktionen, die ohne Vitamin D nicht optimal ablaufen: Aufnahme von Kalzium und Phosphat im Darm, Einbau von Kalzium für Knochen und Zähne, Versorgung der Muskulatur mit Kalzium, Sekretion von Insulin und Schilddrüsenhormonen.

Darm-Mikrobiom: Unverdauliche Ballaststoffe sind ein wertvoller Beitrag zur präbiotischen Ernährung, sie dienen den guten Bakterien unseres Darm-Mikrobioms als Nahrung und stärken damit den Darm. Das bedeutet, präbiotische Nahrungsmittel wie Haferfasern, sorgen für eine optimale Ernährung der vorhandenen Darm-Flora. Für die Wundheilung sind bestimmte Bakterienstämme im Darm zuständig, wie in neuesten Forschungen des Instituts Allergosan herausgefunden wurde. Ein gesundes Darm-Mikrobiom bedeutet ein starkes Immunsystem und eine funktionierende Nährstoffaufnahme – beides immens wichtig für die Wundheilung.

Info: Einfacher Darm-Check – Der Darmtest für zu Hause

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Vermehrt Wasser am Tag zu sich nehmen, hilft der Wundheilung enorm.

Ohne Flüssigkeit keine Heilung möglich

Eine verringerte Nahrungszufuhr (Mangelernährung, Malnutrition) erhöht das Risiko eines Defizits des gesamten Flüssigkeitshaushaltes, da mit geringerer Nahrungsaufnahme auch die Menge des Wassers abnimmt, das mit den Lebensmitteln aufgenommen wird. Der Körper benötigt außerdem nach einer Operation zusätzliches Wasser, um harnpflichtige Substanzen ausscheiden zu können. Ein Wassermangel führt rasch zu einer mentalen Leistungsfähigkeits-Beeinträchtigung und je nach Dauer und Ausmaß zu schwer wiegenden gesundheitlichen Schäden.

Nicht selten kommt es zu Kreislaufversagen. Nach 3 bis 4 Tagen ohne Flüssigkeitszufuhr ist der Körper bzw. der Organismus nicht mehr in der Lage, harnpflichtige Substanzen auszuscheiden. Die Flüssigkeitszufuhr sorgt außerdem dafür, dass das Blut dünnflüssig bleibt und wichtige Nährstoffe dorthin transportiert werden, wo sie benötigt werden. Die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit wird aufrecht erhalten, Schlappheit und Müdigkeit wird entgegengewirkt. Es sollten mindestens 2 Liter getrunken werden, um den Kreislauf auf Touren zu halten.

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Der erhöhte Energiebedarf muss gezielt mit Nährstoffen abgedeckt werden

Regel einhalten: Richtige Energiezufuhr angepasst dem Kalorienbedarf

Bei verletzungsbedingter Bewegungseinschränkung ist der reduzierte Kalorienverbrauch ein wichtiger Gesichtspunkt. Um eine unerwünschte Gewichtszunahme zu vermeiden, ist die Kalorienaufnahme dem gesunkenen Kalorienbedarf anzupassen. Hochwertige Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte, aber geringer Kaloriendichte sind absolut empfehlenswert. Pro Kalorie enthalten sie viele wichtige Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, verringern das Risiko einer Fehlernährung und versorgen den Körper nach der Verletzung optimal mit lebensnotwendigen Mikronährstoffen.
Damit Wunden möglichst rasch verheilen, müssen diese Faktoren unbedingt beachtet werden. Falls ein Ernährungsplan nicht selbst organisiert werden kann, kann die natürliche Wundheilung auch mit spezifisch dafür entwickelte Nahrungsergänzungsmitteln auch sehr gut unterstützt werden. Diese fördern ebenso die Wundheilungskräfte ihres Körpers und sind bei jeder Art von Wunde hilfreich.

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