WUNDMANAGEMENT KANN MEHR

3. Pflegeforum Burgenland

5. Mai 2026

Fortbildung mit Praxisbezug für die Pflege

Das 3. Pflegeforum Burgenland bringt zentrale Themen der Wund-, Stoma- und Ernährungsversorgung praxisnah zusammen und richtet sich an DGKP, Pflegefachpersonal und Ärzte aus Krankenhaus, Pflegeheim und Hauskrankenpflege. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen im Pflegealltag, von der medikamentösen Polypragmasie in der Wundversorgung über die Rolle der Ernährung im Heilungsprozess bis hin zum Management komplexer Stomasituationen.

Teilnehmer profitieren von kompakten Fachvorträgen ausgewiesener Experten und erhalten konkrete Handlungsempfehlungen für die tägliche Praxis. Themen wie Beckenbodenkontrolle, Dekubitusprävention und die vielfältigen Erscheinungsformen von Hautdefekten werden verständlich aufbereitet und praxisnah eingeordnet. Ergänzend gibt eine Industrieausstellung mit Herstellerfirmen aus den Bereichen Wund-, Stoma- und Inkontinenzversorgung sowie Ernährung Einblick in aktuelle Produktlösungen.

Das Pflegeforum Burgenland schafft damit eine Plattform, die Fachwissen bündelt, Orientierung im Pflegealltag gibt und den fachlichen Austausch zwischen Pflege, Medizin und Industrie stärkt.

DGKP Christine Landgraf

Der Vortrag „Wundheilung 2.0“ von DGKP Christine Landgraf zeigt, dass erfolgreiche Wundheilung nicht nur lokal an der Wunde stattfindet, sondern stark vom Zusammenspiel von Immunsystem, Darm und Ernährung abhängt. Chronische Wunden entstehen häufig durch ein gestörtes Immunsystem, das eng mit dem Mikrobiom verbunden ist. Gleichzeitig verlieren Patienten über Wundexsudat große Mengen an Eiweiß, wodurch ein erhöhter Nährstoffbedarf entsteht, der über normale Ernährung oft nicht gedeckt wird.

Im Fokus steht daher die Immunonutrition: gezielte Zufuhr von Proteinen, Aminosäuren, Mikronährstoffen und Ballaststoffen zur Aktivierung des Heilungsprozesses. Ein intakter Darm spielt dabei eine zentrale Rolle, da er das Immunsystem steuert und Entzündungen beeinflusst. Der Ansatz fordert ein Umdenken: Wundheilung muss ganzheitlich betrachtet und Ernährung aktiv in die Therapie integriert werden.

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