Wunden und Chlorwasser – 4 Punkte, wann Schwimmen gefährlich ist und wie Sie Ihre Haut schützen
KURZÜBERSICHT
Ist Chlorwasser bei Wunden gefährlich?
Chlor reizt offene Haut, verzögert die Heilung und kann Entzündungen fördern.
Dürfen Sie mit einer Wunde schwimmen?
Bei offenen Wunden, Schürfwunden oder entzündeten Stellen sollte Chlorwasser gemieden werden.
Was hilft?
Reinigung (z. B. Actimaris), feuchte Wundheilung, geeignete Abdeckung, gute Ernährung und frühzeitige Kontrolle.
Wunden und Chlorwasser – 4 Punkte, wann Schwimmen gefährlich ist und wie Sie Ihre Haut schützen
Was Sie bei offenen, frischen oder entzündeten Wunden unbedingt beachten müssen
Sommer, Urlaub und Schwimmbad, gleichzeitig aber eine frische Schürfwunde, ein Schnitt oder eine entzündete Stelle: Viele fragen sich, wie sich Wunde und Chlorwasser miteinander vertragen. Wunden Heilen zeigt, welche Risiken Chlor birgt, wann Schwimmen tabu ist und wie moderne Wundversorgung die Haut schützt. Dieser Beitrag erklärt verständlich, warum Wunde und Chlorwasser problematisch sein können, welche Infektionsgefahren bestehen und welche Maßnahmen Wunden schneller heilen lassen.
Wunden und Chlorwasser – warum es problematisch ist
Chlor desinfiziert das Wasser, schützt aber nicht zuverlässig vor Keimen. Für verletzte Haut kann Chlorwasser mehrere Probleme verursachen.
Chlor reizt die verletzte Haut
Offene Wunden reagieren auf Chlor mit:
- Brennen
- Rötung
- verzögerter Heilung
- Austrocknung der Wundränder
Chlor zerstört wertvolle Zellen
Chlor greift:
- frisch gebildete Hautzellen
- neue Gefäße
- Proteine des Heilungsprozesses
an und verzögert dadurch die Zellregeneration.
Keime im Schwimmbad sind trotz Chlor möglich
In öffentlichen Schwimmbädern kommen vor:
- Pseudomonas
- Staphylococcus aureus
- Pilze
- Keime in Kinderbecken oder Whirlpools
Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht bei jeder offenen Wunde.
Nässe weicht die Wunde auf
Längere Wasserexposition kann:
- die Wundränder aufweichen
- Schorf ablösen
- die Bakterienvermehrung fördern
Dadurch steigt das Risiko einer Infektion deutlich.
Darf man mit einer Wunde ins Chlorwasser?
- Offene Wunde: Nein – egal ob klein oder groß.
- Nässende oder entzündete Wunde: Unbedingt vermeiden.
- Frische Schürfwunde: Sehr hohes Infektions- und Reizrisiko.
- Heftiger Sonnenbrand: Auch hier ist Chlor sehr reizend.
- Verheilte Wunde / geschlossene Narbe: Nach vollständigem Verschluss ist Schwimmen meist möglich, aber Sonnenschutz und sanfte Pflege sind wichtig.
- Welche Wunden sind besonders gefährdet?
- Schürfwunden an Knie/Bein
- Schnittwunden
- postoperative Wunden
- entzündete Pickel oder Abschürfungen
- Diabetische Wunden
- Wunden mit Krustenbildung
- nässende oder stinkende Wunden
- Personen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Immunschwäche sind besonders gefährdet.
Was Sie tun sollten, wenn Chlorwasser auf die Wunde kommt
Schritt 1: Sofort reinigen
Lauwarmes Wasser und eine sanfte Wundspüllösung.
Actimaris eignet sich hervorragend, weil es:
- Keime reduziert
- Chlorreste entfernt
- die Haut beruhigt
- den Heilungsprozess vorbereitet
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Schritt 2: Wunde trocknen
Nicht reiben – vorsichtig abtupfen.
Schritt 4: Wunde beobachten
Wenn die Wunde brennt, nässt, riecht oder sich rötet → Fachstelle kontaktieren.
Feuchte Wundheilung – warum sie nach Chlorkontakt besonders wichtig ist
Chlor trocknet die Wunde aus und zerstört neue Zellen. Feuchte Wundheilung:
- schützt die Wundoberfläche
- unterstützt die Zellmigration
- verhindert starken Schorf
- reduziert Schmerzen
- verringert Narbenbildung
Ein kontrolliertes, feuchtes Milieu ist das Gegenteil einer matschigen, stinkenden Wunde.
Zu viel Flüssigkeit, Durchnässung oder Geruch ist immer ein Warnzeichen für Keimbelastung.
Wie Sie Wunden im Sommer und im Schwimmbad richtig schützen
- Wasser meiden, solange die Wunde offen ist die wichtigste Regel.
- Spezielles wasserdichtes Verbandmaterial verwenden
- Für kurze Kontakte, z. B. beim Duschen:
- wasserfeste Pflaster
- Versiegelungsfolien
- Im Schwimmbad schützen sie nicht zuverlässig – es besteht immer Leckrisiko.
- Sonne meiden – UV-Strahlung verzögert die Heilung und verstärkt Narbenbildung.
- Reibung vermeiden – Badelocken, Sand oder Kleidung können die Wunde zusätzlich reizen.
Chlor irritiert die Haut, aber die Ernährung entscheidet mit über den Heilungsverlauf.
Eine gesunde Darmflora wirkt sich deutlich auf die Wundheilung aus – gerade im Sommer, wenn Chlor, Sonne und Mikroverletzungen häufiger auftreten.
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- das Immunsystem unterstützen
- Entzündungen modulieren
- die Hautbarriere stärken
Wann Sie unbedingt zum Arzt oder in ein Wundzentrum sollten
- anhaltendes Brennen nach dem Schwimmen
- Rötung, Wärme, Schwellung
- Eiter oder Geruch
- dunkle oder schwarze Stellen
- Fieber oder starkes Krankheitsgefühl
- Wunden bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen
- Wunden, die länger als 7–14 Tage nicht heilen
Bei Wunden mit Infektionsverdacht ist die Schwimmpause ein Muss.
Hier finden Sie einen Überblick über Behandlungseinrichtungen.
Fazit
Wunden und Chlorwasser vertragen sich schlecht. Chlor reizt die Haut, verzögert den Heilungsprozess und kann Infektionen fördern, besonders bei offenen oder nässenden Wunden. Eine sorgfältige Reinigung, feuchte Wundheilung, gute Ernährung und frühzeitige Fachabklärung schützen vor Komplikationen.
Mit der richtigen Versorgung heilen Wunden schnell – und die Badesaison bleibt unbeschwert.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung (DGfW)
- EWMA Guidelines
- Worldwide Wounds: Enoch & Price (2004)
- Winter G., Nature 193:293 – Grundlagen feuchter Wundheilung
- Robert-Koch-Institut (RKI) – Umweltkeime im Wasser






