Wunden bei Diabetes – 4 Gründe warum sie schlecht heilen und wie Sie Komplikationen vermeiden
KURZÜBERSICHT
Warum heilen Wunden bei Diabetes schlechter?
Durchblutungsstörungen, Nervenschäden und geschwächte Abwehr verzögern den natürlichen Heilungsprozess.
Was hilft jetzt wirklich?
Tägliche Fußkontrolle, richtige Reinigung, feuchte Wundheilung, Druckentlastung, gute Ernährung und schnelle Fachabklärung.
Wo bekommt man professionelle Hilfe?
Wundzentren, spezialisierte Ambulanzen, Diabetes-Fußambulanzen oder mobile Behandlungseinrichtungen.
Wunden bei Diabetes – 4 Gründe warum sie schlecht heilen und wie Sie Komplikationen vermeiden
Wunden bei Diabetes sind ein ernstes Thema. Selbst kleine Verletzungen können sich zu langwierigen Problemen entwickeln, weil Durchblutung, Hautstruktur und Immunreaktion verändert sind. Wunden Heilen zeigt, worauf Betroffene im Alltag besonders achten müssen, welche Risiken bestehen und wann professionelle Unterstützung durch Wundzentren oder Behandlungseinrichtungen entscheidend ist.
Der Grund: Diabetes beeinflusst mehrere zentrale Prozesse, die für eine normale Wundheilung notwendig sind.
Warum entstehen Wunden bei Diabetes so häufig?
Diabetes beeinflusst verschiedene Mechanismen, die für die Wundheilung wichtig sind.
Nervenschädigung (Neuropathie)
Viele Betroffene spüren Druck, Hitze oder kleine Verletzungen nicht mehr.
Das führt dazu, dass:
- Blasen, Risse und Druckstellen unbemerkt bleiben
- kleine Verletzungen weiter belastet werden
- Infektionen spät erkannt werden
Durchblutungsstörungen (Ischämie)
Die Gefäße sind durch Diabetes oft verengt.
Folgen:
- Gewebe erhält weniger Sauerstoff
- Heilungsprozesse sind verlangsamt
- Wunden können schwarz (nekrotisch) werden
Geschwächtes Immunsystem
Der Körper reagiert bei Diabetes langsamer auf Keime.
Das bedeutet:
- Infektionen breiten sich leichter aus
- Entzündungen heilen schwer ab
Trockene und rissige Haut
Durch Stoffwechselveränderungen verliert die Haut Feuchtigkeit – ein häufiger Einstiegspunkt für Keime.
Typische Wunden bei Diabetes
- Druckstellen an Zehen, Ferse oder Ballen
- Risse an trockener Haut
- schlecht heilende kleine Schnitte
- Blasen durch falsches Schuhwerk
- nässende oder entzündete Fußwunden
- neuropathische Geschwüre (ohne Schmerz!)
Viele Betroffene bemerken die Wunde erst spät – deshalb ist tägliche Kontrolle so wichtig.
Wunden bei Diabetes – welche Warnzeichen ernst zu nehmen sind
Suchen Sie rasch ärztliche Hilfe, wenn:
- die Wunde warm, gerötet oder geschwollen ist
- Eiter oder Geruch entsteht
- schwarze oder dunkelrote Stellen auftreten
- die Wunde seit Tagen unverändert aussieht
- Fieber oder Schüttelfrost entstehen
- Schmerzen zunehmen (oder plötzlich komplett fehlen)
Bei Diabetes ist jeder dieser Hinweise ein Risikofaktor für Komplikationen.
Was Sie bei Wunden sofort tun können
1. Wunde reinigen
Klares, lauwarmes Wasser genügt oft.
Zur schonenden Reinigung eignet sich auch Actimaris, da es Keime reduziert und die Wunde nicht reizt.
2. Sauber abdecken
Ein moderner Verband schützt vor Druck, Schmutz und Feuchtigkeitsschwankungen.
Feuchte Wundheilung beschleunigt die Regeneration, verhindert Schorfbildung und senkt das Infektionsrisiko.
3. Druck entlasten
Einer der wichtigsten Punkte – besonders am Fuß.
Druck verhindert jede Heilung.
- weiche Einlagen
- Spezialschuhe
- Polsterungen
- im Zweifel: Orthopädietechnik
4. Hände weg von Pflastern, die an der Wunde kleben
Das Abreißen verletzt die Haut zusätzlich. Bei Diabetes reagiert das Gewebe empfindlicher als normal.
5. Blutzucker stabilisieren
Gute Werte verbessern:
- Immunfunktion
- Durchblutung
- Gewebeaufbau
Selbst kurzfristige Verbesserungen wirken sich positiv aus.
Eine stabile Darmgesundheit wirkt sich nachweislich auch positiv auf die Wundheilung aus.
Die richtige Versorgung durch moderne Verbandstoffe:
Bei Diabetes ist die Wahl des Verbandes entscheidend.
Empfohlen werden:
- saugstarke Schaumverbände
- Silikonverbände
- Hydrokolloide
- Alginat-Verbände bei starker Nässe
- Silberverbände bei Infektionsgefahr
Sie halten die Wunde feucht, schützen die Ränder und nehmen überschüssiges Exsudat zuverlässig auf.
Wunden bei Diabetes heilen deutlich besser, wenn Fachkräfte frühzeitig eingebunden werden.
Dazu gehören:
- Wundzentren: Spezialisierte Einrichtungen mit Ärzten, Pflegefachkräften und Podologen.
- Diabetes-Fußambulanzen: Experten für Neuropathie, Durchblutung, Entlastung und Wundversorgung.
- Mobile Wundpflege: Für Personen, die zuhause betreut werden müssen.
- Ambulanzen in Krankenhäusern: Vor allem bei Infektion, Nekrose oder Durchblutungsstörungen.
Was Sie im Alltag unbedingt beachten sollten:
- Füße täglich kontrollieren – auch die Zehenzwischenräume
- keine engen Schuhe oder Socken tragen
- Hitze vermeiden (Wärmflasche, Heizkissen)
- harte Hornhaut nicht selbst entfernen
- Haut gut pflegen, aber keine fettreichen Salben auf offene Wunden
- regelmäßige Podologie nutzen
- Blutzucker stabil halten
- auf kleine Verletzungen sofort reagieren
Diabetes und Wunden beeinflussen sich gegenseitig. Der Körper benötigt mehr:
- Eiweiß
- Vitamine (A, C, B-Komplex)
- Zink
- Omega-3-Fettsäuren
- Ballaststoffe
proWun+d - Dose 700 g
Warum ProWun+d helfen kann:
proWun+d liefert gezielte Ballaststoffe, die:
- die Darmflora stabilisieren
- Entzündungen moderat regulieren
- die Immunantwort unterstützen
proByom - Dose 60 g
Warum proByom sinnvoll ist:
proByom enthält vielseitige Bakterienstämme, die:
- das Immunsystem fördern
- Entzündungsreaktionen dämpfen
- den Stoffwechsel entlasten
Eine stabile Darmgesundheit wirkt sich nachweislich auch positiv auf die Wundheilung aus.
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Fazit
Wunden bei Diabetes sind nicht harmlos – aber mit der richtigen Pflege, frühzeitiger Kontrolle und professioneller Unterstützung können Komplikationen zuverlässig verhindert werden.
Reinigung, Druckentlastung, feuchte Wundheilung, gute Ernährung und die Stabilisierung der Blutzuckerwerte bilden die Grundlage. Spezialisierte Behandlungseinrichtungen wie Wundzentren oder Diabetes-Fußambulanzen übernehmen die fachgerechte Versorgung und sorgen dafür, dass Wunden gar nicht erst chronisch werden.
Je früher reagiert wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Quellen
- Lavery et al. Diabetes Care 2006;29(6):1288–93
- International Working Group on the Diabetic Foot (IWGDF) Guidelines
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
- Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung (DGfW)
- Fachinformationen Actimaris
- Fachinformationen proWun+d, PproByom. prowund.eu





