Was darf man bei Wunden auf keinen Fall tun? 11 häufige Fehler, die die Wundheilung massiv stören
Warum falsches Verhalten Wunden oft erst problematisch macht
Viele Wunden werden nicht deshalb chronisch, weil sie besonders tief oder groß sind, sondern weil sie falsch behandelt werden. Gut gemeinte Hausmittel, zu frühes Kratzen, falsche Desinfektion oder das vollständige Austrocknen der Wunde zählen zu den häufigsten Gründen, warum sich der Heilungsprozess verzögert oder Komplikationen entstehen.
Die Frage „Was darf man bei Wunden auf keinen Fall tun?“ ist daher entscheidend. Wer diese typischen Fehler kennt und vermeidet, kann die Wundheilung deutlich verbessern und Infektionen, Geruch oder Narbenbildung vorbeugen.
1. Wunden austrocknen lassen
Einer der größten Irrtümer ist, dass Wunden „an der Luft“ besser heilen. Das Gegenteil ist der Fall. Trockene Wunden bilden Krusten, unter denen sich Zellen schlechter bewegen können.
Warum das schadet:
Die Zellneubildung wird verlangsamt, das Risiko für Narben steigt und die Wunde reißt leichter wieder auf.
Was stattdessen sinnvoll ist:
Ein kontrolliert feuchtes Wundmilieu mit geeigneten Wundauflagen unterstützt die natürliche Heilung.
2. Wunden aufkratzen oder Schorf entfernen
Juckreiz gehört zur Wundheilung, ist aber gefährlich. Wer kratzt oder den Schorf entfernt, verletzt die neu gebildeten Zellen.
Folgen:
Verzögerte Heilung, erneute Blutung, erhöhte Infektionsgefahr und deutlich mehr Narbenbildung.
Besonders problematisch:
Bei Kindern, bei chronischem Kratzen oder bei zwanghaftem Verhalten wie Skin Picking.
3. Hausmittel auf offene Wunden auftragen
Zucker, Mehl, Alkohol, Zahnpasta oder Essig gehören nicht auf offene Wunden.
Warum das gefährlich ist:
Diese Substanzen reizen das Gewebe, fördern Keimwachstum oder zerstören neu gebildete Zellen.
Ausnahme:
Hausmittel können frühestens auf vollständig geschlossene, oberflächliche Haut angewendet werden und auch dann nur mit Vorsicht.
4. Wunden nicht reinigen oder falsch reinigen
Schmutz, Sand oder Bakterien sind häufige Auslöser für Entzündungen.
Was man nicht tun sollte:
Keine aggressive Seife, kein starkes Reiben, kein Hochdruck-Wasserstrahl.
Besser:
Sanfte Reinigung mit klarem Wasser oder geeigneten Wundspüllösungen.
5. Infektionszeichen ignorieren
Viele Betroffene warten zu lange, obwohl die Wunde deutliche Warnsignale zeigt.
Typische Warnzeichen:
Zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerzen, Eiter, unangenehmer Geruch oder Fieber.
Konsequenz:
Aus einer einfachen Wunde kann sich eine chronische oder systemische Infektion entwickeln.
6. Wunden zu lange selbst behandeln
Nicht jede Wunde gehört ausschließlich in die Selbstversorgung.
- Besonders vorsichtig bei
Wunden bei Diabetes - Durchblutungsstörungen
- Immunschwäche
- Druckstellen oder schlecht heilenden Wunden
Professionelle Behandlungseinrichtungen wie Wundzentren oder spezialisierte Ordinationen können frühzeitig eingreifen und Komplikationen vermeiden.
7. Dauerhafte Nässe ohne Exsudatkontrolle
Feuchte Wundheilung bedeutet nicht, dass die Wunde dauerhaft nass sein darf.
Warum das problematisch ist:
Zu viel Wundsekret weicht die Wundränder auf, fördert Keime und verursacht Hautschäden.
Lösung:
Verbände mit gutem Exsudatmanagement, die Feuchtigkeit regulieren statt stauen.
8. Druck, Reibung und falsche Kleidung ignorieren
Reibung durch Schuhe, Kleidung oder Liegen verhindert eine stabile Heilung.
Typische Problemstellen:
Fersen, Knöchel, Gesäß, Oberschenkel, Bauchfalten.
Wichtig:
Druckentlastung, weiche Textilien und regelmäßige Lagewechsel.
9. Rauchen und Alkohol unterschätzen
Nikotin und Alkohol verschlechtern die Durchblutung und schwächen die Immunantwort.
Wunden heilen langsamer, Infektionen treten häufiger auf.
Schon kurze Rauchpausen verbessern die Heilungsbedingungen messbar.
10. Ernährung vernachlässigen
Ohne Baustoffe keine Heilung.
Häufige Fehler:
- Zu wenig Eiweiß
- Flüssigkeitsmangel
- Mangel an Vitaminen und Spurenelementen
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Zellneubildung. Bei erhöhtem Bedarf kann eine gezielte Unterstützung sinnvoll sein, etwa durch ergänzende Produkte wie proWun+d zur Unterstützung der Wundheilung von innen.
proByom und proWun+d Erfahrung – was Patienten berichten
Viele Betroffene und Pflegekräfte teilen die Erfahrung, dass die Kombination aus proWun+d und proByom:
- die Verdauung stabilisiert
- Blähungen, Völlegefühl oder Trägheit reduziert
- den Energiehaushalt verbessert
- die Haut- und Wundumgebung beruhigt
- das Allgemeinbefinden stabilisiert
Zahlreiche Alltagserfahrungen zeigen, dass Patienten mit chronischen Wunden oft erst Fortschritte bemerken, wenn Darm, Stoffwechsel und Ernährung in Balance kommen.
Dr. Gyaky fasst es so zusammen: „Wenn Verdauung und Mikrobiom harmonisch arbeiten, hat der Körper mehr Ressourcen für Reparaturprozesse – das sieht man oft direkt am Wundverlauf.“
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11. Psychische Belastung ignorieren
Scham, Ekel oder Angst führen oft dazu, dass Wunden versteckt oder nicht versorgt werden.
Warum das wichtig ist:
Stress und psychische Belastung beeinflussen das Immunsystem und verzögern die Heilung.
Unterstützung:
Gespräche mit Angehörigen, Pflegepersonal oder Fachstellen entlasten und fördern die Versorgung.
Warum feuchte Wundheilung Fehler verzeiht – aber nicht alle
Die feuchte Wundheilung ist heute Standard, ersetzt aber nicht die richtige Anwendung. Sie funktioniert nur, wenn Reinigung, Verbandwahl, Wechselintervalle und Druckentlastung stimmen.
Feucht heißt geschützt, kontrolliert und hygienisch – nicht vernachlässigt.
FAQ – kurz & klar
Was darf man bei Wunden auf keinen Fall tun?
Wunden austrocknen lassen, aufkratzen, Infektionszeichen ignorieren, Hausmittel anwenden oder zu lange ohne Fachhilfe behandeln.
Ist Kratzen wirklich so schlimm?
Ja. Es zerstört neues Gewebe und ist einer der häufigsten Gründe für Narben und Infektionen.
Wann sollte man unbedingt ärztliche Hilfe suchen?
Bei Geruch, Eiter, Schmerzen, Fieber, Diabetes oder wenn sich die Wunde nach wenigen Tagen nicht verbessert.
Die Wunde heilt nicht richtig – welche Rolle spielt der Darm?
Fazit
Fehler vermeiden ist der erste Schritt zur Heilung
Was darf man bei Wunden auf keinen Fall tun? Vor allem eines: Warnzeichen ignorieren und gut gemeinte, aber schädliche Maßnahmen anwenden. Wer typische Fehler kennt, früh reagiert und bei Bedarf professionelle Hilfe einbindet, schafft die besten Voraussetzungen für eine schnelle, komplikationsfreie Wundheilung.
Quellen
Winter, G. D. (1962). Nature, 193, 293–294.
(Grundlage der feuchten Wundheilung)Enoch, S., Price, P. (2004). World Wide Wounds.
(Unterschiede zwischen normaler und gestörter Wundheilung)European Wound Management Association (EWMA).
Leitlinien zur modernen WundversorgungRobert Koch-Institut (RKI).
Empfehlungen zur Prävention von WundinfektionenDeutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung (DGfW).
Leitlinien zur Behandlung akuter und chronischer Wunden




















