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4 Muskelriss Akut-Tipps bei der schwersten Form einer Muskelverletzung

KURZÜBERSICHT

Sofort handeln

PECH: Pause, Eis (schonend kühlen), Compression, Hochlagern – ohne zu fest zu schnüren.

Ärztlich abklären

Plötzlicher, stechender Schmerz, Funktionsverlust, Delle/Einbuchtung, große Hämatome – bitte zeitnah in die Praxis/Unfallambulanz.

Besser vorbeugen

Gründlich aufwärmen, progressiv belasten, Kraft + Beweglichkeit trainieren, Regenerationszeiten respektieren.

4 Muskelriss Akut-Tipps bei der schwersten Form einer Muskelverletzung

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Ein Muskelriss ist die schwerste Form der Muskelverletzung – Laufen oder Abstützen ist oft sofort unmöglich, Schmerzen sind heftig. Dieser Ratgeber bündelt Muskelriss Akut-Tipps für die ersten Stunden, zeigt typische Symptome, erklärt kurz die Diagnostik und gibt Orientierung zu Ernährung und Vorbeugung. Alle Hinweise sind alltagsnah gedacht und ersetzen keine ärztliche Untersuchung.

Was ist ein Muskelriss – und wie unterscheidet er sich?

Im Gegensatz zu Muskelkater, Zerrung oder Muskelfaserriss liegt beim Muskelriss ein vollständiger Abriss eines Muskels (oder eines großen Anteils) vor. Typisch sind akute, „einschießende“ Schmerzen mit sofortigem Funktionsverlust. Häufig betroffen: Sprint-, Sprung- und Richtungswechsel-Sportarten. Sichtbare Dellen/Einbuchtungen und rasch entstehende Hämatome sind möglich.

Typische Auslöser & Risikofaktoren

Maximale Belastung auf „kalte“ Muskulatur, explosive Bewegungen, vorbestehende Verhärtungen, unzureichende Regeneration oder Kälte/Wind. Auch Nährstoffmängel, Schlafdefizit und hoher Stress können die Verletzungsanfälligkeit erhöhen.

4 Muskelriss Akut-Tipps nach der PECH-Regel

Hinweis: Diese Schritte geben Orientierung für die ersten Stunden und ersetzen keine Diagnostik.

1) Pause

Sofort stoppen, nicht „auslaufen“. Ruhig lagern, wenn möglich nicht belasten.

2) Eis/Kühlen

Die schmerzhafte Stelle von außen kurz und wiederholt kühlen (z. B. kühlende Umschläge). Kälte nie direkt auf die Haut – dünnes Tuch dazwischen. Bei offenen Hautverletzungen nicht direkt kühlen.

3) Compression

Elastische Binde gleichmäßig, aber nicht abschnürend anlegen. Ideal in Kombination mit der Kühlung. Bei Taubheit/Kribbeln: lockern.

4) Hochlagern

Die betroffene Region über Herzhöhe lagern, um Schwellung und Druck zu reduzieren.

Symptome, die Sie ernst nehmen sollten

Plötzlicher stechender Schmerz, spürbare Delle/„Lücke“, schnelle Hämatombildung, deutlicher Kraft- oder Funktionsverlust. Diese Zeichen sprechen für eine schwere Verletzung – bitte ärztlich abklären (Ultraschall, ggf. MRT).

Diagnose in der Praxis

Nach einer gründlichen Anamnese (Wie ist es passiert? Wo sitzt der Schmerz? Wie war der Bewegungsablauf?) und ersten Funktionstests prüft der Arzt, ob es sich um eine Zerrung, einen Muskelfaserriss oder einen vollständigen Muskelriss handelt. Dabei wird beurteilt, wie stark der Muskel belastbar ist, ob eine Delle tastbar ist und ob Schwellung oder Bluterguss sichtbar sind.

Anschließend folgt meist eine Ultraschalluntersuchung, die in vielen Fällen bereits eindeutig zeigt, wie groß der Schaden ist und welche Fasern betroffen sind. Ultraschall eignet sich besonders gut, um frische Risse, Einblutungen und Flüssigkeitsansammlungen darzustellen.

Allerdings können starke Einblutungen die genaue Beurteilung erschweren. In solchen Fällen liefert ein MRT (Magnetresonanztomografie) präzise Bilder über:

  • den exakten Rissverlauf

  • die Größe der Muskelverletzung

  • begleitende Schädigungen wie Hämatome oder Sehnenbeteiligungen

Das MRT ist der Goldstandard, wenn der Verdacht auf einen schwereren Muskelriss besteht oder die Heilungsdauer für den Trainings- oder Arbeitsalltag wichtig ist.

Wichtig:
Die Diagnose eines Muskelrisses darf ausschließlich ein Arzt stellen. Selbsttests oder Ferndiagnosen reichen nicht aus, weil nur eine medizinische Untersuchung sicher ausschließen kann, ob zusätzlich Nerven, Gefäße oder Sehnen betroffen sind. Eine exakte Diagnose ist entscheidend, damit die Behandlung richtig gewählt und eine langfristige Verschlechterung verhindert wird.

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Therapie-Prinzipien in Kürze

Die Akutphase folgt der PECH-Regel. Über das weitere Vorgehen entscheidet die Ärztin/der Arzt je nach Risslänge, Funktion und Begleitschäden. Operiert wird in der Regel nur bei größeren Abrissen oder massiven Hämatomen. Im Anschluss folgt ein strukturiertes Reha-Programm (Belastungsaufbau, Kraft, Beweglichkeit, Koordination) – individuell gesteuert.

Ernährung: Heilung von innen mitdenken

Gewebereparatur braucht Energie, Eiweiß und Mikronährstoffe.

    • Eiweißquellen zu jeder Mahlzeit (z. B. Joghurt/Quark, Eier, Hülsenfrüchte, Fisch/Geflügel, Tofu).

    • Aminosäuren wie Arginin (Mikrozirkulation/Kollagen) und Glutamin (Energie für Immun-/Darmzellen) sind Bausteine des Aufbaus – bevorzugt über eiweißreiche Kost, Ergänzungen nur nach Rücksprache.

    • Vitamin C unterstützt die Kollagensynthese (z. B. Paprika, Beeren, Zitrus).

    • Trinken: Wasser/ungesüßter Tee über den Tag; ohne Flüssigkeit verläuft Heilung langsamer.

    • Wundheilung von innen: proWun+d – Nahrungsergänzungsmittel mit Ballaststoffen. 

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Vorbeugung: zurück ins Training – klug statt schnell

Gründliches Aufwärmen, progressive Steigerung statt „Kaltstart“, regelmäßiges Kraft- und Beweglichkeitstraining, Technikschulung (Sprint/Antritt), Regenerationsfenster einhalten und Belastung dokumentieren. Kälte/Wind berücksichtigen (lange Aufwärmphase, passende Kleidung).

FAQ – kurz & klar

Wie lange dauert die Heilung?

Je nach Ausmaß Wochen bis Monate. Der Verlauf hängt von Rissgröße, Lokalisation und Reha-Konsequenz ab.

Darf ich dehnen?

In der Akutphase nein. Später nur nach Freigabe und planmäßig im Reha-Program.

Schmerzmittel?

Nur nach ärztlicher Rücksprache. Auswahl/Zeitpunkt können den Heilverlauf beeinflussen.

Quellen

    • Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) – Muskelverletzungen im Sport (Patienteninfos)
    • AWMF – Leitlinien/Empfehlungen zu Muskelverletzungen & Sporttrauma (Diagnostik/Therapie, PECH-Schema)
    • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) – Prävention, Return-to-Sport
    • NHS – Muscle injury/strain: first aid & recovery (Patienteninformationen)

    Hinweis: Dieser Beitrag bietet Orientierung und ersetzt keine medizinische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf Muskelriss bitte zeitnah ärztlich abklären.

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