Gutartige Prostatavergrößerung (BPH)
Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der benignen Prostatahyperplasie
Nächtlicher Harndrang, ein schwacher Harnstrahl, das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung, viele Männer kennen diese Beschwerden, sprechen aber selten offen darüber. Dahinter steckt häufig eine gutartige Prostatavergrößerung, medizinisch benigne Prostatahyperplasie (BPH) genannt (Prostatavergrößerung), eine der häufigsten Erkrankungen des älteren Mannes.
Was BPH bedeutet
Bei BPH vergrößert sich die Prostata gutartig, ohne bösartige Zellveränderung. Die Erkrankung ist keine Krebserkrankung, keine Vorstufe von Prostatakrebs und hat keinen direkten Einfluss auf dessen Entstehung, auch wenn beide gleichzeitig vorliegen können. Ursächlich sind vor allem hormonelle Verschiebungen: Mit dem Alter sinkt der Testosteronspiegel, während das Verhältnis von Östrogen zu Testosteron steigt, was das Wachstum der Prostatazellen anregt. Familiäre Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel und ein metabolisches Syndrom gelten als weitere Risikofaktoren.
Die Häufigkeit steigt mit dem Alter deutlich an: Im Schnitt ist etwa jeder zweite Mann über 60 Jahren und vier von fünf Männern über 80 Jahren betroffen.
Typische Symptome
- Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Verzögerter Beginn des Wasserlassens trotz Pressen
- Häufiges Wasserlassen, insbesondere nachts (Nykturie)
- Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung
- Plötzlicher, starker Harndrang, teils mit ungewolltem Urinverlust
Unbehandelt kann eine ausgeprägte BPH zu Harnwegsinfektionen, Blasensteinen oder in seltenen Fällen zu einem akuten Harnverhalt führen.
Wie komme ich zu einer Diagnose
Zur Abklärung gehören ein ausführliches Patientengespräch, ein standardisierter Fragebogen zur Symptomschwere (IPSS-Score), eine Ultraschalluntersuchung der Prostata sowie Messungen des Harnflusses (Uroflowmetrie) und der nach dem Wasserlassen verbleibenden Urinmenge (Restharnmessung). Diese Untersuchungen helfen auch, andere mögliche Ursachen wie eine Prostataentzündung oder Prostatakrebs auszuschließen.
Behandlungsmöglichkeiten
Bei geringen Beschwerden ohne wesentliche Befunde ist häufig keine Behandlung notwendig, regelmäßige Kontrolle reicht aus. Bei stärkeren Symptomen kommen zunächst Medikamente zum Einsatz: Alphablocker entspannen die Muskulatur der Harnröhre und Prostata, 5-Alpha-Reduktase-Hemmer können die Prostata über die Zeit verkleinern. Reichen Lebensstiländerungen und Medikamente nicht aus oder treten Komplikationen wie zunehmende Restharnbildung auf, stehen verschiedene minimalinvasive und operative Verfahren zur Verfügung, von der transurethralen Resektion bis zu modernen Laserverfahren.
Pflanzliche Nahrungsergänzung bei BPH
Verschiedene Pflanzenextrakte werden traditionell zur Linderung von BPH-Symptomen eingesetzt, etwa aus Sägepalme, Kürbiskernen oder der Rinde des Afrikanischen Pflaumenbaums (Pygeum africanum). Gesundheitsbezogene Aussagen zu diesen pflanzlichen Inhaltsstoffen befinden sich bei der EFSA noch in Bearbeitung, eine abschließende wissenschaftliche Bewertung und Zulassung steht derzeit aus. Ein Beispiel für ein Nahrungsergänzungsmittel, das mehrere dieser Pflanzenextrakte kombiniert, ist FLUXUS PROSTATAE von crossvit (CROSSTEC GmbH), das zusätzlich Zink enthält, welches zu einer normalen Fruchtbarkeit und Reproduktion beiträgt. Eine solche Nährstoffzufuhr ist als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung zu verstehen, nicht als Ersatz, und FLUXUS PROSTATAE ist als Nahrungsergänzungsmittel kein Arzneimittel
Wichtiger Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Gelenkbeschwerden sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
FAQ – kurz & klar
Ist eine gutartige Prostatavergrößerung gefährlich?
BPH selbst ist keine Krebserkrankung und keine Vorstufe von Prostatakrebs. Unbehandelt können jedoch Komplikationen wie Harnwegsinfektionen, Blasensteine oder ein akuter Harnverhalt auftreten.
Ab welchem Alter tritt BPH häufig auf?
Die Häufigkeit steigt mit dem Alter deutlich an, betroffen sind im Schnitt etwa jeder zweite Mann über 60 und vier von fünf Männern über 80 Jahren.
Welche Medikamente werden bei BPH eingesetzt?
Häufig kommen Alphablocker, die die Muskulatur der Harnröhre entspannen, und 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, die die Prostata verkleinern können, zum Einsatz.
Helfen pflanzliche Präparate wie Sägepalme bei BPH?
Sägepalme, Kürbiskerne und Pygeum werden traditionell zur Linderung von BPH-Symptomen eingesetzt. Eine abschließende, EU-weit zugelassene gesundheitsbezogene Aussage zu diesen Inhaltsstoffen besteht derzeit jedoch nicht, die Bewertung durch die EFSA ist noch nicht abgeschlossen.
Quellen
Charité Berlin, Klinik für Urologie: urologie.charite.de
Universitätsklinikum Freiburg, Urologie: www.uniklinik-freiburg.de
Urologische Stiftung Gesundheit: urologische-stiftung-gesundheit.de
Alta Klinik: www.alta-klinik.de
ISAR Klinikum: urologie.isarklinikum.de
Herstellerangaben crossvit: www.crossvit.at
Weiterführende Informationen
Dieser Beitrag ist Teil unserer Themenwelt Prostata und Männergesundheit. Weitere Informationen zu FLUXUS PROSTATAE finden Sie im Produktprofil FLUXUS PROSTATAE. Mehr zum Umgang mit Blasenschwäche im Fachartikel Blasenschwäche beim Mann. Einen Überblick über alle Beiträge finden Sie in der Themenübersicht Prostata und Männergesundheit.















