Zahnimplantate, Kieferknochen und Knochenaufbau
Warum der Kieferknochen bei Zahnverlust und Zahnimplantaten eine besondere Rolle spielt
Verlorene Zähne hinterlassen mehr als eine Lücke, sie verändern auch den Kieferknochen selbst. Wer eine Implantatversorgung plant oder bereits Zahnersatz trägt, profitiert davon, diesen Zusammenhang zu kennen.
Was beim Zahnverlust im Kieferknochen passiert
Sobald ein Zahn verloren geht, fehlt die natürliche Kaubelastung an dieser Stelle. Der Kieferknochen baut sich daraufhin zurück, ein Prozess, der bei frühem Zahnverlust besonders ausgeprägt ausfallen kann. Zahnimplantate wirken diesem Rückgang entgegen: Die künstliche Zahnwurzel überträgt beim Kauen wieder mechanische Belastung auf den Kieferknochen und hilft so, das Gewebe zu erhalten.
Wenn der Kieferknochen für ein Implantat nicht ausreicht
Ist der vorhandene Kieferknochen zu schmal oder zu niedrig, findet ein Implantat keinen ausreichenden Halt. In solchen Fällen kann vorab oder während des Eingriffs ein Knochenaufbau (Augmentation) notwendig sein. Je nach Situation kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, etwa das Auffüllen des Zahnfachs direkt nach einer Extraktion (Socket Preservation), das Aufdehnen und Verbreitern des Kieferkamms (Bone Splitting) oder ein seitlicher Knochenaufbau im Oberkiefer (Sinuslift). Moderne 3D-Diagnostik ermöglicht dabei eine genaue Planung von Volumen und Dichte des vorhandenen Knochens.
Osteoporose und Zahnimplantate
Osteoporose betrifft nicht nur Wirbelsäule, Hüfte oder Handgelenk, auch der Kieferknochen kann an Dichte und Stabilität verlieren. Das kann den Halt von Zahnimplantaten erschweren, schließt eine Implantatversorgung aber nicht grundsätzlich aus. Entscheidend sind eine sorgfältige Planung, genaue Diagnostik und die enge Abstimmung zwischen Zahnarzt, Implantologe und der behandelnden Fachärztin oder dem Facharzt für Osteoporose.
Eine besondere Rolle spielen dabei Osteoporose-Medikamente auf Bisphosphonat-Basis: Sie können die Durchblutung des Kieferknochens verringern und die Wundheilung nach Eingriffen verlangsamen. Ob ein Absetzen vor einer Implantation sinnvoll ist, sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Reicht der Kieferknochen trotz Behandlung nicht aus, können unter anderem Zygoma-Implantate, die im Jochbein verankert werden, eine Alternative sein.
Ernährung als ergänzender Baustein
Ausreichend Calcium, Magnesium und weitere knochenrelevante Mikronährstoffe unterstützen die allgemeine Knochengesundheit, auch die des Kiefers. Calcium und Magnesium tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei, Vitamin C zu einer normalen Kollagenbildung, Vitamin D3 und K2 ebenfalls zur Erhaltung normaler Knochen. Ein Beispiel für ein Nahrungsergänzungsmittel, das diese Mikronährstoffe kombiniert, ist NOVOSSEUM DENTAL von crossvit (CROSSTEC GmbH), das laut Hersteller unter anderem in der Zeit nach zahnmedizinischen und mundchirurgischen Eingriffen genannt wird. Eine solche Nährstoffzufuhr ist als Ergänzung zur zahnärztlichen Behandlung zu verstehen, nicht als Ersatz, und NOVOSSEUM DENTAL ist als Nahrungsergänzungsmittel kein Arzneimittel.
Wichtiger Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Gelenkbeschwerden sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
FAQ – kurz & klar
Warum baut sich der Kieferknochen nach Zahnverlust ab?
Weil die natürliche Kaubelastung an der betroffenen Stelle fehlt. Der Knochen wird nur durch mechanische Beanspruchung erhalten, ohne diese bildet er sich zurück.
Sind Zahnimplantate bei Osteoporose möglich?
Ja, in vielen Fällen. Wichtig sind eine sorgfältige Planung, genaue Diagnostik und die Abstimmung zwischen Zahnarzt, Implantologe und Osteoporose-Fachärztin oder -arzt.
Was ist eine Augmentation?
Ein chirurgischer Knochenaufbau im Kiefer, der verlorene Knochensubstanz wiederherstellt, damit ein Zahnimplantat ausreichend Halt findet.
Welche Rolle spielt die Ernährung für den Kieferknochen?
Knochenrelevante Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium, Vitamin D3 und K2 unterstützen die allgemeine Knochengesundheit und damit auch den Kieferknochen, als Ergänzung zur zahnärztlichen Behandlung, nicht als Ersatz.
Quellen
Zahnarzt Dr. Seidel: www.zahnarzt-drseidel.de
ERGO Ratgeber: www.ergo.de
CFC Zentrum für Kiefer- und Gesichtschirurgie (Hirslanden): www.hirslanden.ch
GZFA Implantologie: www.gzfa.de
Information Mundgesundheit: www.information-mundgesundheit.de
Weiterführende Informationen
Dieser Beitrag ist Teil unserer Themenwelt Knochengesundheit. Weitere Informationen zu NOVOSSEUM DENTAL finden Sie im Produktprofil NOVOSSEUM DENTAL. Mehr zu den Grundlagen von Knochenschwund im Fachartikel Osteoporose (Knochenschwund): Ursachen, Erkennen und Vorbeugen. Einen Überblick über alle Beiträge finden Sie in der Themenübersicht Knochengesundheit.















